Chinas Milliardeninvestitionen in Afrika

Was hinter Chinas Milliardeninvestitionen im Zukunftsmarkt Afrika steckt

China feiert Afrika und umgekehrt: Peking krönt dies mit Milliardeninvestitionen. Dahinter verbirgt sich kein chinesischer Kolonialismus, sondern ein gemeinsames Wachstumsinteresse. Eine Gefahr für den Westen.

Europäer haben im Kolonialzeitalter die Welt erobert. Viel später kamen die Japaner und eroberten mit ihren Waren die Welt. Frankreichs General de Gaulle begrüßte den japanischen Premierminister einst als „Transistorradioverkäufer“.

Doch wie machen das heute die Chinesen? Das zeigt sich gerade in Afrika. Es geschieht so ungeheuer friedlich und reibungslos, dass es im Westen nur gelegentlich wahrgenommen wird. 53 afrikanische Staatschefs warteten in dieser Woche der chinesischen Führung in Peking auf – und konnten dort die Nachricht vernehmen, dass China Investitionen in Höhe von 60 Milliarden Dollar in Afrika plant. Schon in der Vergangenheit bauten Chinesen auf dem afrikanischen Kontinent Infrastruktur auf – Flughäfen, Straßen, Eisenbahnen, Energietrassen. Freilich das meiste davon mit chinesischem Geld, afrikanischer Staaten haben zwischen 2000 und 2016 rund 125 Milliarden Dollar in China geliehen, wie aus Daten einer Initiative an der Johns Hopkins University School of Advanced International Studies hervorgeht. Das brachte der Volksrepublik den Vorwurf ein, afrikanische Länder in eine Schuldenfalle zu treiben. Gleichzeitig versprachen die Chinesen aber auch, vielen von ihnen ihre Verbindlichkeiten zu erlassen.

Artikel auf spiegel-online weiterlesen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.