Wachstumsimpulse für die lokale Wirtschaft

afriboom will mit Bildung uns Ausbildung der Menschen vor Ort eine Grundlage für wirtschaftliche Entwicklung schaffen
afriboom will mit Bildung uns Ausbildung der Menschen vor Ort eine Grundlage für wirtschaftliche Entwicklung schaffen

Starthilfe für lokale Wirtschaft in Kamerun

Mit Perspektive mehrere Probleme grundsätzlich bekämpfen

Jedes soziale und gesellschaftliche Gefüge unterliegt wirtschaftlichen Aspekten. Das beginnt mit dem grundsätzlichen Wissen und Verständnis für die Notwendigkeit des Wirtschaftens, für eigenverantwortliches Handeln und die Verantwortung, die daran gebunden ist. Vielen Menschen vor Ort ist das sehr wohl bewusst, sodass alle Bestrebungen neben der sozialen gezielt in die wirtschaftliche Richtung gehen. Mit dieser Zielstellung müssen eine Reihe von Grundlagen geschaffen werden, damit überhaupt erst ein Impuls gegeben werden kann. Die Ausrichtung des gesellschaftlichen Lebens auf die permanente Hilfe und Spendenbereitschaft von Außen kann also für die Zukunft keine nachhaltige Lösung sein.

Schaffung von Strukturen

In einem Stadtteil einer größerer Stadt in Kamerun soll es beginnen – das Pilotprojekt zur Selbsthilfe. Der Besuch hat bereits gezeigt, das der Wille zum Handeln da ist und die Menschen bereit sind, sich mit aller Kraft zu engagieren. Sie sind motiviert, wollen lernen, arbeiten und in ihrer Heimat bleiben und leben. Die Grundlagenarbeit beginnt also mit der Möglichkeit, Wissen zu erwerben, zu lernen und später auch zu lehren. Bildung und Ausbildung sind die Schlüssel zur langfristigen Ansiedlung von produzierenden Gewerken. Ziel ist es, einen Wirtschaftskreislauf anzuschieben, der zunächst die Versorgung intern gewährleisten soll und später mit Herstellung von Produkten, Handel und Dienstleitung diesen extern erweitert. Solche kleinen, aber soliden Strukturen können in der Zukunft für Investitionen sorgen, die eine nachhaltigen gesellschaftliche Entwicklung nach sich ziehen.

Motivation für Kamerun

Der Besuch in Douala hat auch gezeigt, wie sehr die Menschen mit ihrem Land verwurzelt sind und wie sehr ihnen die fehlende Perspektive zu schaffen macht. Eigentlich will man bleiben, aber fehlende wirtschaftliche Möglichkeiten machen ein Bleiben oft schwer. So sucht man das sein heil in der Flucht nach Europa oder in andere Staaten. Um also das Problem der der steigenden Migration anzugehen, sollte man als erstes den fähigen Menschen eine reale Perspektive geben und mit kleinen Erfolgen den Mut, die Motivation und den Glauben an „bessere“ Zeiten festigen. Nichts eignet sich dafür besser als ein funktionierendes Projekt. So besteht die auch die Möglichkeit, Anreize für bereits geflüchtete Menschen zu geben, wieder in ihr Heimatland zurückzukehren. Afriboom möchte damit beispielgebend einen Impuls in Kamerun geben.

Europäisches Engagement

Es gibt unbestritten viele Projekte in diese Richtung und enormes europäische Engagement. Aber trotzdem gibt es tendenziell mehr Probleme vor Ort und hierzulande als Lösungen. Wichtigste Prämisse ist, einen Teil der Wertschöpfung im Land zu belassen und damit lokale Investitionen zu ermöglichen.

Das erklärte Ziel soll sein, deutsche Technologie und Knowhow nach Afrika zu holen und zu etablieren. Wir beginnen damit, dass wir auf diesem Wege lokale Unternehmen und Verbände aus Leipzig und Umgebung aufrufen, dieses Vorhaben zu unterstützen. Wir wollen zeigen, dass lokale Entwicklung unter wirtschaftlichen Bedingungen möglich ist.